Alexander Laibles Riesling Alte Reben zum Riesling des Jahres gekürt
Alexander Laible punktet unter 1100 angestellten Weinen beim großen Riesling-Preis 2011
Das Weingut Alexander Laible hat mit dem Riesling Alte Reben den Titel „Riesling des Jahres 2011“ nach Durbach geholt. Mit seinem 2010 Riesling Alte Reben trocken konnte der Jungwinzer aus Durbach die 70-köpfige Fachjury überzeugen. Die Jury hat die drei Siegerweine mit dem Titel „Riesling des Jahres 2011“ ausgezeichnet, da sie beim 100-Punkte-Schema nur um einen Punkt auseinander lagen. Die anderen beiden Siegerweine kamen Franken und der Pfalz. Gestern erhielt Laible in Neustadt a. d. Weinstraße die Urkunde.
Damit darf sich der gefeierte Newcomer mit einem weiteren Titel schmücken und freut sich darüber, dass er mit dem einzigen gekürten Riesling aus Baden-Württemberg die Ehre des Ländles hochhalten darf. Die Juroren attestieren seinem Wein „eine spannende Nase mit viel Steinobst, knackiger Birne, etwas weißer Grapefruit und einer imposanten Mineralität.“ Immerhin setzte sich Laibles Wein unter 1100 angestellten Rieslingen aus ganz Deutschland durch. Alexander Laible erfüllt es mit Stolz bei einem Wettbewerb gepunktet zu haben, an dem die größten Riesling-Erzeuger Deutschlands um die Gunst der Juroren kämpften. Der Nachwuchswinzer Europas freut sich sehr über seinen ersten Riesling-Award. Neben der Pro Riesling zählt der Riesling-Preis der im Meininger-Verlag aufgelegten Fachzeitschrift „Weinwelt“ zu den größten nationalen Riesling-Verkostungen in Deutschland. Wie Alexander Laible schildert, zeigte sich der Chef-Verkoster Richard Grosche „verdutzt“ darüber als ein Riesling aus Baden im Ranking der ersten drei landete. Seit elf Jahren führt die Weinwelt regelmäßig diese große Riesling-Jahrgangsverkostung durch. Seit 2008 gibt es offiziell den Riesling-Preis. An drei Tagen hatte die Fachjury im Rahmen einer Blindverkostung die Weine bewertet. In einer Finalprobe wurden schließlich die besten 40 Rieslinge noch einmal von einer achtköpfigen Jury unter die Lupe genommen und die Siegerweine ermittelt.
Den Betrieb von Alexander Laible zählt die Jury zu den „ungewöhnlichsten Betrieben in Baden.“ Denn 2007 kaufte Alexander Laible das Anwesen der ehemaligen Großbäckerei mit einer historischen Mühle in Durbach-Ebersweier. Mit Hilfe der Familie, von Freunden und den Brüdern der evangelischen Bruderschaft Kecharismai in Dettingen an der Ems wurden im Eiltempo die nötigen baulichen Maßnahmen vorgenommen. Und so konnte der Jungwinzer des Jahres 2006/2007 im Herbst 2007 den ersten Wein einlagern.
Derzeit bewirtschaftet Alexander Laible 8,5 Hektar Rebfläche, davon 47 Prozent mit der Trend-Sorte Riesling. Die Weinberge befinden sich bei Baden-Baden, wo Kalkmergelböden die Grundlage für Laibles facettenreiche Rieslingweine bilden. Ein anderer Teil seiner Reben, hauptsächlich Burgundersorten, wächst bei Lahr. Mehr als zehn Hektar will Alexander Laible auch in Zukunft nicht bewirtschaften, denn er möchte eine Beziehung zu jeder einzelnen Parzelle haben. „Das strahlen seine Weine auch aus: Sie sind ausdrucksstark und klar, barock und gleichzeitig filigran.“ Sein hoher Anspruch, sein Ehrgeiz und seine Vision von einer eigenen Stilistik haben ihn in kurzer Zeit zu einem gefeierten Newcomer gemacht, heißt es in einer Pressemitteilung aus Neustadt.


